Josef Aschbacher

APA/GEORG HOCHMUTH

Die ganze Welt auf einen Blick

Josef Aschbacher, Europas erster Erdbeobachter, im Porträt
Von Christina Höfferer

Vom All aus betrachtet, wirkt die Erde wunderschön, aber auch sehr zerbrechlich. Der blaue Planet ist in Bedrängnis. Und zwar durch die Menschen, die ihren eigenen Lebensraum zerstören.

Die Fakten und Daten, die der Tiroler Josef Aschbacher im Erdbeobachtungsprogramm der ESA, der Europäischen Weltraumbehörde in Frascati bei Rom, erhebt, sind eine Grundlage für politische Entscheidungen, deren Auswirkungen weit über die jeweilige Legislaturperiode und Ländergrenzen hinaus gehen. Ausgestattet mit einem Meteorologie- und Geophysikstudium an der Universität Innsbruck, wurde Aschbacher 2016 zum Direktor am Hauptsitz von ESA-ESRIN ernannt, mit einem Jahresbudget von 1,5 Milliarden Euro.

Satelliten bauen und Methoden entwickeln, wie unser Planet beobachtet werden kann, das sind die Hauptaufgaben der europäischen Erdbeobachtung. Ihr Flaggschiff ist Copernicus, einer von zwölf Satelliten, die im All unterwegs sind. Die ESA-Satelliten dokumentieren die Eisschmelze der Polkappen, den Pegelanstieg der Weltmeere, Wolkenbildungen und weitere Wetterphänomene. Immerhin kommen heute zwei Drittel der Informationen für die Wetterprognosen von Satelliten.

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