Grünes Gemälde

GERNOT BÖSCH

Gabriele Bösch erblickt florale Diamanten

Ö1 "Kunstgeschichten: "Florale Diamanten oder Der Mann in der Blüte". Von Gabriele Bösch. Es liest Anja Pölzl. Gestaltung: Ingrid Bertel. Redaktion: Edith-Ulla Gasser

"Wenn ich meine Augen zukneifen kann, dann kann ich sie auch aufkneifen", sagt Gabriele Bösch. "Der Duden widerspricht dem nicht eindeutig. In die weit geöffneten Augen fallen Bilder, die sich am Aufbau von Blüten orientieren. Technisch gesprochen sind es "platonische Körper" - also Tetraeder und Hexaeder, Pentaeder und Oktaeder. Poetisch gesprochen sind es Schatullen für besonderes Licht, dynamisch-drollige Malereien. Und insgesamt ergibt sich eine kristallorganische Betrachtung der Welt durch den Mann in der Blüte.

Gabriele Bösch begann nach einem Studium von Medizin, Geographie und Geschichte mit dem Schreiben, zunächst von Lyrik. 2004 erschien ihr Romandebüt "Der geometrische Himmel", der in einer dramatisierten Fassung am Theater Kosmos uraufgeführt wurde. 2012 folgte der Roman "Schattenfuge", 2016 der erste Teil des Gedichtzyklus "Camera Obscura" in der Literaturzeitschrift "miromente". In ihm dominiert die Auseinandersetzung mit der belebten Natur - die auch in Böschs eigenen Zeichnungen zum Ausdruck kommt, quasi als Palimpsest auf ihre Gedichte.

Service

Gabriele Bösch, "Florale Diamanten oder der Mann in der Blüte", Manuskript, 2019

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