Arafatmuseum in Ramallah, Ottinger im Filmmuseum, "Systemsprenger" im Kino

1. Arafat-Museum in Ramallah
2. Ulrike Ottinger im Filmmuseum
3. Regisseurin Nora Fingscheidt über "Systemsprenger"

Beiträge

  • Arafat-Museum in Ramallah

    Viele Israelis sehen in Yassir Arafat einen Terroristen, der Anschläge und Aufstände gegen Israel und viele Tote zu verantworten hat. Für viele Palästinenser ist der Friedensnobelpreisträger aber noch immer eine Ikone. Der charismatische Führer hat die Palästinenser geeint und hätte alles für sein Land gegeben, sagen Bewunderer. Ein Besuch im Arafat-Museum in Ramallah, das sein Leben nachzeichnet und seine ehemaligen Büroräume zeigt.

  • Ulrike Ottinger im Filmmuseum

    Als Weltensammlerin mit ethnologischem Blick wird die Filmemacherin, Malerin und Fotografin Ulrike Ottinger gerne bezeichnet. Sie drehte experimentelle Spielfilme wie "Bildnis einer Trinkerin" oder den dreiteiligen Dokumentarfilm "Südostpassage" über die weißen Flecken auf der Landkarte Europas. 1942 in der deutschen Stadt Konstanz geboren, machte sich Ottinger als junge Frau nach Paris auf, die Stadt der Intellektuellen und der Künste, der politischen Auseinandersetzung und der ehemaligen Kolonialmacht Frankreichs - kein Ort hat sie vermutlich mehr geprägt. Unter dem Titel "Paris Calligrammes" erinnert sich Ulrike Ottinger nun an ihr Paris und trägt Spuren der Vergangenheit zusammen. Als Ausstellung ist diese "Erinnerungslandschaft" gerade im "Haus der Berliner Kulturen der Welt" zu erleben. Als Film soll "Paris Calligrammes" im kommenden Jahr in die Kinos kommen. Schon morgen präsentiert Ulrike Ottinger Ausschnitte im Rahmen einer Lecture im Wiener Filmmuseum.

  • Regisseurin Nora Fingscheidt über "Systemsprenger"

    "Systemsprenger" nennt das geschulte Pflegepersonal jene Kinder und Jugendlichen, die das staatliche System der Fürsorge und Obhut an seine Grenzen bringen. Benni ist so ein Kind - mit zarten neun Jahren. "Systemsprenger" heißt der dritte Langfilm der deutschen Regisseurin und Drehbuchautorin Nora Fingscheidt. Sie gilt als Hoffnung des deutschen Films und wird bereits mit Hollywood in Verbindung gebracht. "Großartig" urteilte nach der Premiere auf der Berlinale im Februar die Frankfurter Sonntagszeitung - die Filmkritik war von der intensiven Geschichte angetan.

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