Maria Bengtsson

HERWIG PRAMMER

Antonin Dvorak: "Rusalka"

Mit Maria Bengtson (Rusalka), Ladislav Elgr (Prinz), Günther Groissböck (Wassermann), Natascha Petrinsky (Jezibaba), Kate Aldrich (Fremde Fürstin) u.a.
Arnold Schoenberg Chor, ORF Radiosymphonieorchester; Dirigent: David Afkham
(Live Übertragung aus dem Theater an der Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Gerhard Hafner

Im Theater an der Wien beginnt die Saison mit Antonin Dvoraks "Rusalka", mit dem Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von David Afkham. Das tragische Los jener seelenlosen Wasserwesen, die ihr feuchtes Element verlassen haben, um die Liebe von Menschen zu gewinnen, hat als Sujet in allen Kulturländern immer wieder Dichter/innen und Musiker/innen zu künstlerischer Gestaltung angeregt.

Der tschechische Dichter Jaroslav Kvapil verfuhr bei der Abfassung seines Textbuchs zu "Rusalka" ähnlich wie Richard Wagner bei der Gestaltung von Sagenstoffen: Er dramatisierte nicht ein einziges Märchen, sondern baute seine Opernhandlung nach verschiedenen Quellen auf. In erster Linie liegt der Oper Hans Christian Andersens Märchen "Die kleine Seejungfrau" zugrunde, andere Elemente stammen aber auch aus dem altfranzösischen Sagenkreis um die schöne Melusine sowie aus Friedrich Fouqués "Undine".

Dvorak war nicht der Erste, der dieses Opernbuch zu Gesicht bekam, der Librettist hatte auch bei Josef Bohuslav Foerster und Josef Suk angefragt, dort aber wenig Interesse auslösen können. Antonin Dvorak hingegen hat sich sofort für dieses Sujet begeistert; zwischen April und November 1900 entstand die Komposition - übrigens die vorletzte Oper, die der Komponist geschrieben hat, nur eine "Armida"-Vertonung sollte noch folgen.

Text: Michael Blees

Service

Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound übertragen. Die volle Surround-Qualität erleben Sie, wenn Sie Ö1 unter "OE1DD" über einen digitalen Satelliten-Receiver und eine mehrkanalfähige Audioanlage hören.

Sendereihe

Gestaltung

  • Gerhard Hafner

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