Soldaten in Nordsyrien

APA/AFP/ZEIN Al RIFAI

Nordsyrien - droht ein neuer Flächenbrand?

Mittwoch vergangener Woche hat die Türkei einen lange geplanten Militäreinsatz gegen die kurdische YPG-Miliz begonnen, die an der Grenze zur Türkei in Nordsyrien ein großes Gebiet kontrolliert. Ankara fühlt sich durch die syrischen Kurden bedroht und begründet den international stark umstrittenen Einsatz mit Selbstverteidigung. Auslöser des Angriffs war der überraschende Abzug von US-Soldaten aus der Region, was US-Präsident Donald Trump den Vorwurf einbrachte, er habe seine Verbündeten im Kampf gegen den IS im Stich gelassen. Und tatsächlich befinden sich die syrischen Kurden in einer schier ausweglosen Lage: In ihrer Not haben sie sogar Syriens Machthaber Baschar al Assad und seine Truppen zu Hilfe gerufen. Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt sich davon und von Drohungen von Seiten der EU wie Sanktionen und eingeschränkten Waffenlieferungen bisher unbeeindruckt, während in Nordsyrien bereits an die 160.000 Menschen auf der Flucht vor Bomben und marodierenden dschihadistischen Einheiten sind, die auf Seiten der türkischen Armee aktiv sind. Und auch im Zuge der Kampfhandlungen geflüchtete Mitglieder des IS verbreiten Angst und Schrecken.

Es diskutieren:

Hüseyin Cicek, Politikwissenschafter
Gudrun Harrer, Der Standard
Walter Posch, Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement/ Landesverteidigungsakademie Wien
Jörg Winter, ORF Istanbul

Diskussionsleitung: Cornelia Krebs


Das ursprünglich für diesen Tag geplante Journal Panorama "Druck unter Deck: Der harte Arbeitsalltag auf Kreuzfahrtschiffen" wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt.

Sendereihe