Explodierende Ameisen Borneos

ALEXEY KOPCHINSKIY

Die explodierenden Ameisen Borneos

Einzigartige Abwehrmechanismen.
Die Zoologin Alice Laciny über die explodierenden Ameisen Borneos
Teil 3: Selbstaufopferung im Superorganismus
Gestaltung: Maria Harmer

Weglaufen, verstecken - die Natur hat Lebewesen mit unterschiedlichsten Möglichkeiten ausgestattet, um sich gegen Feinde zu wehren. Im Regenwald auf Borneo leben Ameisenarten, die sich "kamikaze-artig" bei Gefahr in die Luft sprengen. Sie opfern sich auf, um die Gemeinschaft zu verteidigen.
Dieses in der Natur seltene Phänomen wurde auch von der Zoologin Alice Laciny vom Naturhistorischen Museum Wien beobachtet und beschrieben: Nur sogenannte "Arbeiterinnen" in den straff strukturierten Ameisenkulturen, die sich selbst nicht vermehren können, pressen sich bei Gefahr so stark zusammen, dass der dadurch entstehende Druck ihren Unterleib zum Platzen bringt. Das dabei abgesonderte klebrige und giftige Sekret vertreibt beziehungsweise tötet den Feind - und auch die Ameise selbst stirbt bei der Selbstverteidigung.
Aber es geht nicht um das Individuum, sondern um die Gemeinschaft als eine Art "Superorganismus", in der jede Ameise ihre Aufgabe hat. Daher geht es auch nicht um das Fortleben des Individuums, sondern um den Fortbestand der Kolonie, sagt Laciny. Lebendig erzählt sie von ihren Forschungen über die "explodierenden Ameisen" im Regenwald auf der südostasiatischen Insel Borneo.

Service

GESPRÄCHSPARTNERIN:

Alice Laciny PhD
Naturhistorisches Museum Wien
Konrad Lorenz Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung (KLI)

LINKS:
Twitter: Alice Lacinyl
Projekt explodierende Ameisen
Artbeschreibung Colobopsis explodens


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