Leopold Mozart

IMS

300. Geburtstag von Leopold Mozart

Alte Musik im Konzert. Hofkapelle München, Leitung: Rüdiger Lotter; Regensburger Domspatzen; Katja Stuber, Sopran; Dorothée Rabsch, Alt; Robert Buckland, Tenor; Joachim Höchbauer, Bass.
Leopold Mozart: Symphonie in G-Dur und Missa solemnis in C-Dur (aufgenommen am 7. Juni in der Basilika St. Emmeram im Rahmen der "Tage Alter Musik Regensburg 2019"). Präsentation: Gerhard Hafner

Vor 300 Jahren, am 14. November 1719, erblickte Leopold Mozart das Licht der Welt. Heute kennt man ihn primär als Vater des großen Wolfgang Amadeus und dessen Schwester Nannerl. Doch Leopold Mozart war weitaus mehr: ein hochgebildeter Mensch, der fünf Fremdsprachen beherrschte, sowie ein Geschäftsmann, der sich immerhin die großzügige Palais-Wohnung im Salzburger Tanzmeisterhaus leisten konnte. Er war produktiver Komponist und managte seine Familie, organisierte alle Reisen, war auch für die Beschaffung der Instrumente für die Hofmusik zuständig. Er hatte einen Namen als geschickter Notenstecher und Kopist und war geschätzter Pädagoge mit vielen Klavier-, Violin- und Kompositionsschülern. Als exzellenter Geiger veröffentlichte er im Geburtsjahr seines Sohnes, 1756, seine "Violinschule", die noch heute als wegweisendes Unterrichtswerk gilt. Für seine beiden Kinder war Leopold nicht nur liebender Vater, sondern auch ehrgeiziger Wunderkind-Dompteur.

Geboren in Augsburg, erhielt Leopold Mozart eine umfangreiche humanistische Ausbildung, ging mit 18 Jahren nach Salzburg an die Benediktiner Universität zum Jus- und Philosophie-Studium, musste aber aufgrund mangelnden Vorlesungsbesuchs und seiner Leidenschaft für die Musik die Universität verlassen. Er wurde als Geiger in die Salzburger Hofkapelle aufgenommen und arbeitete sich zum Vizekapellmeister empor. Er komponierte rund 250 Kompositionen aller Werkgattungen, wovon aber vieles als verschollen gilt. Er war gläubiger Katholik, Freimaurer und Freigeist.

Das Eröffnungskonzert der heurigen "Tage Alter Musik Regensburg" stand ganz im Zeichen von Leopold Mozart. Gemeinsam mit der Hofkapelle München brachten die Regensburger Domspatzen dessen Missa solemnis in C-Dur zur Aufführung. Außerdem zu hören: die sogenannte "Neue Lambacher"-Symphonie, die mit ihrem furiosen Sturm-und-Drang-Finale Leopold Mozart als avancierten Komponisten auf der Höhe seiner Epoche ausweist.

Sendereihe

Gestaltung

  • Gerhard Hafner

Playlist

Komponist/Komponistin: Leopold Mozart/1719 - 1787
Titel: Sinfonia in G "Neue Lambacher" < G 16 >
* Allegro - 1.Satz
* Andante un poco Allegretto - 2.Satz
* Menuetto - 3.Satz
* Allegro - 4.Satz
Orchester: Hofkapelle München
Leitung: Rüdiger Lotter /Violine und Leitung
Länge: 16:10 min
Label: IPS /DEBR

Komponist/Komponistin: Leopold Mozart/1719 - 1787
Titel: Missa Solemnis in C-Dur - für Soli, Chor und Orchester
* Kyrie eleison
* Gloria in excelsis Deo
* Laudamus te
* Gratias agimus tibi
* Quoniam tu solus Sanctus
* Cum Sancto Spiritu
* Credo in unum Deum
* Et in unum Dominum
* Et incarnatus est
* Crucifixus
* Et resurrexit
* Et vitam venturi saeculi
* Sanctus
* Benedictus
* Hosanna
* Agnus Dei
* Dona nobis pacem
Solist/Solistin: Katja Stuber /Sopran
Solist/Solistin: Dorothee Rabsch /Mezzosopran
Solist/Solistin: Robert Buckland /Tenor
Solist/Solistin: Joachim Höchbauer /Bass
Chor: Regensburger Domspatzen
CL: Roland Büchner
Orchester: Hofkapelle München
Ausführender/Ausführende: Rüdiger Lotter /Violine und Leitung
Länge: 53:00 min
Label: IPS /DEBR

Komponist/Komponistin: Leopold Mozart/1719-1787
Titel: Trio für Hammerflügel, Violoncello und Violine Nr.2 in C-Dur LMV XI: 2
* 5. Andantino - 1.Satz
* 6. Tempo di Menuetto - Trio - 2.Satz
Solist/Solistin: Christine Schornsheim /Hammerflügel
Solist/Solistin: Rüdiger Lotter /Barockvioline
Solist/Solistin: Sebastian Hess /Barockvioloncello
Länge: 06:55 min
Label: Oehms Classics OC860

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