Schatten von Körperteilen auf einer Leinwand

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Spuren erzählten Lebens

"Der stehende Fluss". Von Dieter Sperl. Es liest Mercedes Echerer. Gestaltung: Michaela Monschein. Redaktion: Nicole Dietrich.

"Der stehenden Fluss" ist ein Buch voll von Spuren erzählten Lebens; Erinnerungen, Träume, auf der Straße Aufgeschnapptes oder Partikel von Lektüren - verdichtet zu Textgebilden; Augenblicke der Hingabe an das Jetzt finden in der Disko oder im Deutschkurs für Migrant/innen genauso statt wie im klösterlichen Meditationsworkshop. Der Wunsch, Online-Profigamer zu werden, Erinnerungen an den Jahrzehnte zurückliegenden Kirtag in Maria Waitschach, Gespräche über die Pforten der Wahrnehmung oder die 60 verschiedenen Geschmacksrichtungen von Senf beim "Meinl am Graben" - alles gehört gleichrangig zu Dieter Sperls Panorama des Da-Seins.

Dieter Sperl, 1966 in Wolfsberg (Kärnten) geboren, studierte Germanistik und Philosophie an der Karl-Franzens-Universität Graz. Herausgebertätigkeit, Hörstücke, Textinstallationen, Fotoarbeiten, Workshops, Performances, Zen. Für den ORF realisierte der Autor zuletzt die Hörstücke "Wer bist du?" (2015), "Aus meinen Leben" (2018) und "Erste Erinnerungen" (2019). Er ist Herausgeber des Literaturfolders flugschrift und lebt in Wien.

Service

Dieter Sperl, "Der stehende Fluss". Ritter Verlag, 2019.

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