Die Woche im RadioKulturhaus

2.12: Markus Hering u. Grischka Voss lesen Theodor Fontane:
Am 30. Dezember jährt sich der Geburtstag des deutschen Schriftstellers Theodor Fontane zum 200. Mal. Aus diesem Anlass lesen kommenden Montag ab 19 Uhr im Studio 3 des Radiokulturhauses Markus Hering und Grischka Voss ausgewählte Passagen aus dem Werk Fontanes.

2.12: Haidingers LiteraTouren "Nachts unter der steinernen Brücke":
In der Literatur haben Gespenster immer schon eine wichtige Rolle gespielt. Wenn anderen Akteuren alle Auswege versperrt sind kommen sie zum Zug und flugs nimmt die Geschichte, trotz der ausweglosen Situation eine andere Wendung. Kein Wunder, dass Gespenster bei vielen Schriftstellern beliebt waren und nach wie vor sind. Einer Meister der phantastischen Literatur war der 1882 in Prag geborene und 1957 in Bad Ischl verstorbene Leo Perutz. Bekannt ist vor allem sein Episodenroman "Nachts unter der Steinernen Brücke". Darin beschreibt Perutz die mystischen Seiten Prags. Aus "Nachts unter der steinernen Brücke", sowie Gespenstergeschichten anderer Autoren liest Martin Haidinger am kommenden Montag ab 19 Uhr im RadioCafe im Rahmen seiner Reihe "Haindingers LiteraTouren"

3.12: Im Zeit-Raum: Does capitalism erode Democracy?:
Die Feststellung des Philosophen Thomas Hobbes, dass Angst Menschen antreibt, steht zumindest auf den ersten Blick den Versprechen unserer neoliberalen Selbstoptimierungs- und Kommerzialisierungskultur entgegen. Auf den zweiten Blick jedoch, scheinen die Handlungsanleitungen der aktuellen Glücksratgeber - nachdem das Ausblenden von negativen Gefühlen der Schlüssel zum Erfolg sei - doch nichts anderes als Angst zu verschleiern. Die Angst etwa vor dem sozialen Abstieg, oder dem Verlust einer Beziehung. Denn dort wo der Staat die sozialen Netzwerke lockert und sich Zusammengehörigkeiten auflösen, entsteht eine ultra-individualistische Gesellschaft, in der das eigene Fortkommen über allem steht. Oft auch über der Beziehung zu liebgewonnen Menschen. Scheitert jemand, ist er oder sie - so will es die neoliberale Ideologie - dafür einzig und allein selbst verantwortlich. Doch zu viele Globalisierungsopfer, Glückritter und Selbstoptimierer untergraben das Fundament der Demokratie und das der persönlichen Beziehungen. Genau an dieser Stelle schließt sich der Kreis zum neuen Buch von Eva Illouz mit dem Titel "Das Glücksdiktat und wie es unser Leben beherrscht." Darüber und ob der Kapitalismus die Demokratie zerstört spricht Johannes Kaup am kommenden Dienstag ab 18:30 Uhr mit Eva Illouz im Großen Sendesaal im Rahmen der Reihe "Im Zeitraum".

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