Ein Baum mit seinem Schatten umgeben von Schnee

AFP/FABRICE COFFRINI

Liebe und Depression

"Aus den Winterarchiven" von Merethe Lindstrøm. Aus dem Norwegischen von Elke Ranzinger. Es liest Irina Wanka. Gestaltung: Nicole Dietrich

Ein Paar zieht mit seinen Kindern und Hunden aufs Land. Sie wollen in der Abgeschiedenheit des Hauses neu anfangen. Mats ist manisch-depressiv, Merethe hält als seine Seelenverwandte und Partnerin die Stellung. In ihrem dunklen und doch zart komponierten autobiografischen Roman erkundet die preisgekrönte norwegische Autorin die Seelenlandschaft eines Paares, traumatische Kindheiten, die Einsamkeit und Kälte des lichtarmen norwegischen Winters. Kann Literatur Depression und seelische Erkrankungen erfassen? Kennen Schwere und Abgrund eine Sprache und gar einen Erkenntnisgewinn?

Merethe Lindstrøm, 1963 in Bergen geboren, war Sängerin in einer Berliner Rockband, bevor sie 1983 ihren ersten Band mit Erzählungen veröffentlichte. Vor bald 20 Jahre erschien ihr Roman "Die Insel des Schweigens" auf Deutsch; eine Geschichte über reale Vorkommnisse in norwegischen Kinderheimen in den 1920er Jahren.

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Aus: Merethe Lindstrøm, "Aus den Winterarchiven". Aus dem Norwegischen von Elke Ranzinger. Matthes & Seitz, 2018

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