Friederike Mayröcker

APA/ROLAND SCHLAGER

Zum 95. Geburtstag von Friederike Mayröcker

"Pathos und Schwalbe" von Friederike Mayröcker (95. GT). Es liest Therese Affolter. Gestaltung: Nicole Dietrich

Ein mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt im Sommer 2015 verunmöglicht Friederike Mayröcker das Schreiben, zu ungewohnt und fremd ist die Umgebung, zu abgeschottet von den Geräuschen ihrer Schreibhöhle, dem Rauschen und Wispern in ihrer mit Zetteln übersäten Wohnung. Die Dichterin behilft sich auf ihre Art, mit einem beständigen "Kritzeln", einem Protokoll der einförmigen Tage: "Verbringe die Tage mit Lesen Schlafen Essen". Im Prosaband "Pathos und Schwalbe" hat sie ihre Notate und ihre Sprachlust verwoben.

Die Dichterin Friederike Mayröcker wurde am 20. Dezember 1924 in Wien geboren. Nach der Matura legte sie die Staatsprüfung auf Englisch ab und arbeitete von 1946 bis 1969 als Englischlehrerin an verschiedenen Wiener Hauptschulen. Bereits 1939 begann sie mit ersten literarischen Arbeiten, sieben Jahre später folgten kleinere Veröffentlichungen von Gedichten. Im Jahre 1954 lernte sie Ernst Jandl kennen, mit dem sie zunächst eine enge Freundschaft verbindet, später wird sie zu seiner Lebensgefährtin. Nach ersten Gedichtveröffentlichungen in der Wiener Avantgarde-Zeitschrift "Plan" erfolgte 1956 ihre erste Buchveröffentlichung. Seitdem folgten Lyrik und Prosa, Erzählungen und Hörspiele, Kinderbücher und Bühnentexte.

Service

Aus: Friederike Mayröcker, "Pathos und Schwalbe". Suhrkamp, 2018

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