Modelle der Erinnerung

Beethoven im Bestattungsmuseum

Das Ehrengrab Ludwig van Beethovens auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein beliebtes Ziel. Besonders heuer, zum 250. Geburtstag des Meisters, kommen täglich Busladungen ehrfürchtiger Touristen zum Grab. Während Besuchermassen und Blumenspenden am Grab viel über das Nach-Leben Beethovens verraten, geht es drinnen im Bestattungsmuseum um seinen Tod. In einer Sonderausstellung widmet sich das Bestattungsmuseum der jahrhundertlangen Beschäftigung mit der Frage, woran Beethoven gestorben ist. "Beethoven starb an bleivergifteten Donaufischen", titelte eine österreichische Tageszeitung im Jahr 1999 und verwies auf neueste amerikanische Studien. Gegenwärtig ist man anderer Meinung. Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Hölderlin in Italien

Der Dichter und Philosoph Friedrich Hölderlin wurde vor 250 Jahren, am 20. März 1770, im deutschen Lauffen am Neckar geboren. In seinem Buch "Hölderlin übersetzen. Gedanken über einen Dichter auf der Flucht" (Folio Verlag) versammelt der Literaturwissenschaftler Luigi Reitani Essays über Hölderlin. Seit mehr als 20 Jahren übersetzt Reitani Texte Hölderlins ins Italienische und erforscht dessen Werk. Er versteht seine Arbeit nicht als Versuch einer getreuen Nachahmung des Originals. Vielmehr als intensive Vertiefung, die auch neue Facetten der eigenen Sprache zu Tage fördern kann. Am 5. März ist Luigi Reitani mit einem Vortrag beim Symposion "1770 - 2020 Hölderlin, Hegel, Beethoven" an der Universität Wien zu Gast. Gestaltung: Jakob Fessler

Service

Bestattungsmuseum Wien
Vortrag von Luigi Reitani


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