Weisse Keramik Scherben

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Zur Unfruchtbarkeit gezwungen: Zwangssterilisationen

Die Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderung hat eine lange Geschichte und endete in Österreich erst vor nicht allzu langer Zeit.
Gestaltung: Natasa Konopitzky

In der NS-Zeit gehörte die Zwangssterilisation von Behinderten, von sozial Benachteiligten und solchen, die bestimmten ethnischen Minderheiten, wie zum Beispiel den Roma angehörten, zur offiziellen Bevölkerungspolitik. Die Sterilisationen von Menschen mit Behinderung wurden aber auch nach 1945 fortgesetzt, und zwar bis zum Beginn dieses Jahrtausends, auch in Österreich. Meist wurde unter dem Vorwand einer Blinddarmoperation der Eingriff ohne Wissen betroffener Frauen vorgenommen. Erst eine Gesetzesänderung im Jahr 2001 setzte dieser Praxis ein Ende. Zwangssterilisationen finden in Europa vereinzelt auch heute noch statt. In Spanien, Ungarn, Rumänien und der Slowakei gelangen solche Fälle immer wieder an die Öffentlichkeit. Heuer im Jänner soll in Ungarn eine 26jährige, die der Arzt für eine Roma-Frau hielt, sterilisiert worden sein.

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