Jesus-Statuen auf einen Trödlermarkt

APA/ROBERT JAEGER

Kein Tanz, kein Sex, kein Alkohol

"Was die Kirchen gegen die 'kleinen Freuden' des Lebens haben". Am Faschingssamstag geht LOGOS der Frage nach, ob diese Klischees (noch) der Realität entsprechen.

König David hat vor der Bundeslade halbnackt getanzt, Jesus von Nazareth galt zu Lebzeiten als "Fresser und Säufer", und im Gottesdienst kommt bis heute eine höchst berauschende Substanz wie Weihrauch zum Einsatz: Und trotzdem gelten die christlichen Kirchen eher als "vergnügungsfeindlich" - und scheinen eher Verzicht als Genuss zu predigen.

In einigen Kirchen der Reformation ist jede Form von Glückspiel, sogar das Kartenspiel, verpönt. Tanzen gilt sowieso als unanständig. Und jede Form des Alkohols ist gleichsam "des Teufels". Im Vergleich dazu gilt zwar die katholische Tradition fast schon als "permissiv". Doch auch da wird allenthalben zur Mäßigung aufgerufen. Und Sexualität gibt es da wie dort grundsätzlich nur in der Ehe.

Dass in vielen Bereichen strenge Regeln gegolten haben, beweist schon allein die Existenz einer "närrischen Zeit", wie der Fasching eine ist - in der sie dann begrenzt und ausnahmsweise aufgehoben worden sind.

Zum Höhepunkt und Ende des Faschings, am Faschingssamstag, geht LOGOS der Frage nach: Entsprechen diese Klischees (noch) der Realität? Wo liegen allenfalls die Wurzeln einer sittenstrengen Vergnügungsfeindlichkeit in den unterschiedlichen Ausprägungen des Christentums? Und warum scheint man es zu gewissen Zeiten, wie im Fasching, dann doch nicht so genau zu nehmen?

Gestaltung: Markus Veinfurter

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