Was in Archiven für immer vernichtet wird

Man kann nicht die ganze Welt konservieren.
Von Entscheidungen, die bestimmen, woran wir uns erinnern

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz unter Archivarinnen und Archivaren: Was einmal eine Signatur erhalten hat, wird konserviert und nie mehr weggegeben. Umso genauer achten die Verantwortlichen bei der Auswahl von Gerichtsakten, Nachlassdokumenten oder Fotos darauf, was es wert ist, als "archivwürdig" eingestuft und damit auf Dauer in den Bestand aufgenommen zu werden. Auch wenn es sich die Archivarinnen und Archivare nicht gerne eingestehen, spielen bei ihren Entscheidungen oft Platzmangel und begrenzte finanzielle Ressourcen eine Rolle. Was nicht ins Archiv darf, wird geschreddert. Welche Schwarzweißfotografien, Gerichtsprotokolle oder scheinbar unbedeutende Briefumschläge gehen dabei verloren?

Gestaltung: Jonathan Scheucher


Randnotizen: Alois Schörghuber

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