Baku

ORF/SABINE NIKOLAY

Zwischen Kaspi-See und Kaukasus

Zur Geschichte von Aserbaidschan. Mit Eva Maria Auch, Historikerin an der
Humboldt-Universität Berlin.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Aserbaidschan ist kaum größer als Österreich und bietet landschaftliche Extreme: Einerseits das alpine Klima im Kaukasus, etwas weiter herrschen dann Wüstentemperaturen. Die große Mehrheit der Bevölkerung gehört dem schiitischen Islam an. Zurückverfolgen lässt sich diese Religion bis ins 7. Jahrhundert, als Araber das Sassanidenreich eroberten und sich dort, im heutigen Aserbaischan, niederließen.

Ab dem 11. Jahrhundert wanderten türkische Gruppen ein, außerdem Seldschuken und Mongolen. Ab dem frühen 18. Jahrhundert besetzten russische Herrscher nach und nach ganz Aserbaidschan. Zwar erklärte sich das Land 1918 für unabhängig, doch kurze Zeit später besetzte Stalin das Land und erklärte es zur Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Es folgten die Abschaffung des privaten Eigentums, Zwangskollektivierung, Planwirtschaft und politische Säuberungen.

Seit 1991 ist Aserbaidschan wieder ein unabhängiger Staat. Präsident ist seit 2003 Ilham Alijew von der Partei "Neues Aserbaidschan". Er löste seinen zuvor verstorbenen Vater Heydar Alijew im Amt ab. Menschenrechtsorganisationen und NGOs kritisieren immer wieder, dass es in Aserbaidschan kaum Zugriff auf freie Medien gibt, dass dort keine Meinungsfreiheit herrsche, Menschenrechte missachtet werden und Korruption an der Tagesordnung steht.

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