Uniformierter Aufmarsch

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Reaktionäre Revolutionäre

Die "konservative Revolution" - ein politisches Phänomen und seine Geschichte. Gast: Prof. Dr. Ulrich Sieg, Historiker, Universität Marburg.
Moderation: Philipp Blom.
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79; E-Mails an punkteins(at)orf.at

Das Wort "Revolution" weckt Bilder von der Erstürmung der Bastille, von Lenin und Mao, von Che Guevara und Fidel Castro, von Diktatur des Proletariats, Herrschaft der Massen. Aber die Revolution war auch schon immer ein Motiv rechts von der politischen Mitte, in national gesinnten und völkischen Kreisen.

Hier allerdings war es nicht das unterdrückte Proletariat, das sich gegen die kapitalistischen Unterdrücker erhebt, sondern das sogenannte echte Volk, das sich von den Ketten des inauthentischen, globalisierten Kapitalismus befreien soll, um wieder zu sich selbst, zu seiner historischen Bestimmung und seinem wahren Wesen zu finden.

Der Historiker Ulrich Sieg beschäftigt sich mit dem Phänomen der historischen Revolution vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Gespräch mit Philipp Blom erläutert er, woher die Energien kamen, die sich zur konservativen Revolution verbanden, wie sie Staaten wie die Weimarer Republik und die erste Republik Österreich unterwanderten und schließlich zerstörten, und wie starr die Argumente der reaktionären Revolutionäre durch die Geschichte sind, die den gegebenen Umständen immer nur angepasst werden.

Sie sind wie immer herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen: Live während der Sendung unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder per E-Mail an punkteins(at)orf.at

Service

Buchhinweis:
Ulrich Sieg: Die Macht des Willens: Elisabeth Förster-Nietzsche und ihre Welt, München, Hanser, 2019

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