Ein Stapel FFP1-Schutzmasken

APA/BARBARA GINDL

Ist das Manöver geglückt?

Schwieriges Hochfahren mitten in der COVID-19 Krise

Der Damm scheint tatsächlich gehalten zu haben. Die befürchtete Welle an COVID-19-intensivpflichtigen Erkrankten, die das Gesundheitssystem zum Kippen gebracht hätte, konnte - durch einen disziplinierten Kraftakt der Österreichischen Bevölkerung - vermieden werden. Es sieht so aus, als ob man mit den gesetzten, restriktiven Maßnahmen, im Vergleich zu anderen Ländern, relativ glimpflich davongekommen wäre. Auch wenn die kommenden Tage für die Betroffenen in den Spitälern noch kritisch werden könnten.
Nun, da die Übung gelungen sein dürfte, die Kurve der Neuerkrankungen abzuflachen und die Zahl der Intensivpatienten niedrig zu halten, gilt es, weitere Schritte in Richtung Normalität zu setzen. Dies dürfte allerdings die weitaus kompliziertere Phase sein und das vielfach zitierte "geordnete Hochfahren" wohl einem Eiertanz gleichen. Akribisch werden die Zahlen der Neuinfektionen beobachtet, um im Bedarf die Notbremse zu ziehen und das Land erneut in Ausnahmezustand zu versetzen. Denn die Gesamtzahl der Erkrankten dürfte, wie die jüngste, stichprobenartig durchgeführte Dunkelzifferstudie des SORA-Institutes zeigen konnte, in der Bevölkerung kaum über 100.000 liegen. Viel zu wenig für die "Herdenimmunität", die die gefährdeten Risikogruppen schützen könnte. Der Prognose von Virologen, dass man wohl noch ein Jahr lang besondere Vorsicht walten lassen müsse, steht die Notwendigkeit gegenüber, das normale gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anzukurbeln.
So setzt man einerseits auf die Entwicklung neuer Medikamente und einer Impfung, die dem Coronavirus den Schrecken nehmen sollen. Andererseits auf eine Ausweitung der Tests, um zu verstehen, auf welche Weise die Erkrankung exakt übertragen und in der Bevölkerung verbreitet wird. Neben den etablierten PCR-Abstrichen zur Identifizierung der Viren im Nasen-Rachenraum, hofft man auf einen baldigen Einsatz von Antikörper-Tests, mit denen eine bereits durchgemachte COVID-19-Krankheit, bzw. eine vorhandene Immunität, festgestellt werden kann. Ein Wettlauf mit der Zeit. Zum einen für pharmazeutische Firmen, um als erste an den gefüllten Futtertrog zu gelangen. Zum anderen für uns alle, um nicht in eine Rezession zu schlittern.

Ronny Tekal spricht erneut live aus dem Funkhaus über die COVID-19-Krise und beantwortet mit seinen Gästen die nach wie vor überaus zahlreichen Fragen.

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