Die "großen Vier" und das Radio

Tönende Nachkriegszeit in Österreich
Gestaltung: Michael Liensberger

Bereits vor Kriegsende wurde am 29. April 1945 der Staatsakt zur Bildung der provisorischen Regierung Österreichs im Radio übertragen- in einem österreichischen Radio! Denn der Österreichische Rundfunk nahm damit seinen Sendebetrieb in Wien wieder auf - wenn auch noch mit viel Improvisation.
Maßgeblich daran beteiligt waren Protagonisten aus der Zeit der alten RAVAG vor 1938.

Als nach dem Krieg in Europa am 8. Mai 1945 Österreich in vier Besatzungszonen geteilt wurde, fächerte sich auch der Rundfunk in vier Sendergruppen auf. In der russischen Zone entstand die Sendergruppe "Radio Wien" (RAVAG II), in der US-amerikanischen der Sender "Rot-Weiß-Rot", in der britischen Zone "Alpenland" und in der französischen die "Sendergruppe West". Später hatten sowohl "Rot-Weiß-Rot" als auch "Alpenland" zusätzlich noch je einen Sender in Wien.
Neben diesen Radiosendern gab es noch eigene Programme für die Besatzungssoldaten der unterschiedlichen Nationen.
Das amerikanische Soldatenradio "Blue Danube Network", mit seinem jazzig-amerikanischen Programm, fand auch bei der österreichischen Jugend großen Anklang.
Im Lauf der Jahre gelang es, die Entwicklung der Sendergruppen zu koordinieren und bei Inkrafttreten des Staatsvertrages 1955 waren sie alle wieder in österreichischem Besitz. Am 12. Dezember 1957 wurde die Österreichische Rundfunk-Ges.m.b.H, der Vorgänger des ORF gegründet.

Michael Liensberger entführte uns in die Welt des Rundfunks der Nachkriegszeit in Österreich- mit Originaltönen, Zeitzeugeninterviews und Wortmeldungen von Kennern der österreichischen Rundfunkgeschichte.

Sendereihe

Gestaltung

  • Michael Liensberger

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