Norbert Hofer, Caritas-Kollektivvertrag, Onlineprojekt

IGGÖ-Präsident reagiert auf Hofer-Sager +++ Neuer Caritas-Kollektivvertrag abgeschlossen +++ Religionsführer geben spirituelle Impulse zu Umgang mit Krise

1. IGGÖ-Präsident reagiert auf Hofer-Sager

In Wien beginnt langsam der Wahlkampf für die Land- und Gemeinderatswahl im Herbst. Die FPÖ ist ab 17. Juni für zwei Tage in Klausur und hat quasi als Auftakt am 16. Juni ihre Anhänger am Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten versammelt und unter anderen auf bekannte Themen gesetzt: Kritik an den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, Ausländer und den Islam. Der 3. Nationalrats-Präsident und FPÖ-Obmann Norbert Hofer hat den Koran gefährlicher als das Coronavirus bezeichnet. Musliminnen und Muslime sind empört. - Gestaltung: Susanne Krischke


2. Neuer Caritas-Kollektivvertrag abgeschlossen

Die katholische Hilfsorganisation Caritas und die Fachgewerkschaften haben in der Nacht auf 17. Juni einen Kollektivvertragsabschluss für die nächsten drei Jahre erzielt. Die Verhandlungen davor waren äußerst langwierig.
Im Jahr 2020 werden alle Gehälter um 2,7 Prozent rückwirkend mit Anfang Februar erhöht. Dazu kommt eine Corona-Prämie für in der Krise besonders gefordertes Personal. Im Jahr 2021 steigen die Gehälter der Caritas-Beschäftigten zudem um 0,6 Prozent mehr als die Inflationsrate und auch bei dem bis zuletzt viel diskutierten Thema Arbeitszeitverkürzung gab es eine Einigung. Ab 2022 kommt es zu einer Arbeitszeitverkürzung auf 37 Wochenstunden und zu einer Wahlfreiheit für Vollzeitmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Die können dann selbst entscheiden, ob sie mit 37 Wochenstunden weniger arbeiten oder mit weiterhin 38 Wochenstunden mehr verdienen möchten.


3. Religionsführer geben spirituelle Impulse zu Umgang mit Krise

Spirituelle Impulse zum Umgang mit der Coronavirus-Krise geben Spitzenvertreter aus allen Weltreligionen in einem neuen Onlineprojekt. Rund 40 Religionsführer - unter ihnen der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn - äußerten sich für die Initiative „Coronaspection“ in Videointerviews zu ihren Einsichten in Glaube und Gesellschaft während der Pandemiezeit.
Unter http://www.coronaspection.org hat Alon Goshen-Gottstein, Gründer und Direktor des „Elijah Interfaith Institute“ in Jerusalem, die in den vergangenen Wochen geführten Gespräche online gestellt. Auch Papst Franziskus unterstützt die Initiative. Eine der Schlüsselbotschaften der Bischöfe, Imame, Rabbiner und Swamis liege in der Betonung der Solidarität und der Verbundenheit der Menschheit in der Pandemie, so Goshen-Gottstein.
Worte etwa von Anglikanerprimas Justin Welby oder auch von Yahya Cholil Staquf, dem Generalsekretär der weltweit größten muslimischen Organisation Nahdlatul Ulama, hätten dabei nicht nur für die Covid-19-Krise, sondern auch angesichts der weltweit verbreiteten „Geißel des Rassismus“ Gültigkeit.
An der Initiative beteiligten sich von christlicher Seite unter anderen auch die Präsidentin der Fokolarbewegung, Maria Voce, der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel, die Erzbischöfin der Schwedischen Kirche, Antje Jackelen, und der armenisch-apostolische Patriarch Sahak Mashalian. Darüber hinaus etwa der römische Oberrabbiner Ricardo di Segni, der frühere bosnische Großmufti Mustafa Ceric, der buddhistische Mönch Geshe Tashi Tsering und der Hindu-Gelehrte Sri Shrivatsa Goswami.

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