Der Erzberg in Eisenerz.

APA/HELMUT FOHRINGER

Eisenerz - eine Region sucht ihre Zukunft

Die schrumpfende Stadt unter dem Erzberg will nicht aufgeben.
Gestaltung: Elisabeth Stecker

Derzeit leben nur noch so viele Menschen in Eisenerz wie Mitte des 19. Jahrhunderts, nämlich rund 4.000. Dazwischen erlebte die Stadt im steirischen Bezirk Leoben eine Blütezeit mit einem florierenden Bergbau und starkem Zuzug. Der Erzberg ist nach wie vor einer der wichtigsten Dienstgeber, Erz wird hier weiterhin abgebaut, allerdings mit weniger Personal. Neue Arbeitsplätze fehlen und viele junge Menschen verlassen die Region. Die Geburtenrate sinkt und rund 40 Prozent der Eisenerzer/innen sind älter als 65.

Seit einigen Jahren versuchen Kulturinitiativen, den Leerstand in der Innenstadt zu bespielen und mit Konzerten und Kreativworkshops Angebote für junge Menschen schaffen. Die Gemeinde will nun mit dem Bürgerbeteiligungsprozess "Zukunftsbild Eisenerz 2025" neue Perspektiven entwickeln. Unter anderem will man den Standort für die Wirtschaft und die Wissenschaft wieder attraktiv machen. Im alten Krankenhaus in Eisenerz werden medizinische Einsätze bei Katastrophen simuliert und auf dem Erzberg wird zum Untertagebau geforscht. Eine Zukunftshoffnung ist auch der Tourismus.

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