Islamische Glaubensgemeinschaft, Michael Landau, Jordanien

Islamische Glaubensgemeinschaft in Finanznot +++ Caritaspräsident Landau über Corona, Hunger und Flucht +++ Jordanien kritisiert Israels Baupläne an Klagemauer

1. Islamische Glaubensgemeinschaft in Finanznot

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ist einem Bericht des "Kurier" zufolge im Zuge der Coronavirus-Krise in eine Finanzkrise geschlittert. Viele Moscheevereine müssen ihre Zahlungen aussetzen.
Von 350 Moscheevereinen hätten nur 30 Prozent ihren jährlichen Beitrag von 1.000 Euro bezahlt. Diese Beiträge seien noch vor der Coronavirus-Krise gezahlt worden. Etwa 245.000 Euro würden noch fehlen. Nun gerät die IGGÖ in Bedrängnis und hofft auf Unterstützung durch den vom Parlament beschlossenen Coronavirus-Fonds für Non-Profit-Organisationen (NPO), der auch Kirchen und Religionsgemeinschaften einschließt.
Die aktuelle Lage habe auch die Diskussion über eine sogenannte "Moschee-Steuer" wieder angefacht. IGGÖ-Präsident Ümit Vural setzt sich für eine solche Abgabe an die IGGÖ ein. Denn sie würde nicht nur von einem Teil der Musliminnen und Muslime, die bereits jetzt Mitgliedsbeiträge zahlen, sondern von allen etwa 700.000 Musliminnen und Muslimen in Österreich entrichtet.


2. Caritaspräsident Landau über Corona, Hunger und Flucht

Die Zahl der Menschen, die akut Hunger leiden, könnte laut Angaben der Vereinten Nationen noch heuer aufgrund der Folgen der Corona-Krise sprunghaft auf 265 Millionen Menschen anwachsen und sich damit verdoppeln. Die Bekämpfung der Pandemie sowie die Eindämmung der weitreichenden Folgen wie Armut und Flucht haben für Michael Landau, Präsident der Caritas Österreich und zudem Präsident der Caritas Europa, höchste Priorität. - Gestaltung: Maria Harmer


3. Jordanien kritisiert Israels Baupläne an Klagemauer

Der geplante Bau eines Aufzugs zwischen Teilen der Jerusalemer Altstadt und der Klagemauer stößt auf Kritik Jordaniens.
Israelischen Medienberichten zufolge hat die Stadt Jerusalem in der vergangenen Woche einen Vertrag mit einer städtebaulichen Entwicklungsgesellschaft abgeschlossen. In einem auf drei Jahre angelegten Projekt soll ein Aufzug zwischen dem höher gelegenen jüdischen Altstadtviertel und der Plattform der Klagemauer entstehen. Damit soll die im Judentum heilige Stätte Behinderten einfacheren Zugang bieten. Israels Regierung stimmte den Plänen bereits 2017 zu.
Das Projekt verändere den Charakter der Altstadt sowie seine arabische Identität und verstoße gegen internationales Recht, meinte jetzt ein jordanischer Ministeriumssprecher. Als Besatzungsmacht müsse Israel seinen Verpflichtungen unter internationalem Recht nachkommen.

Moderation: Martin Gross

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