Lichtspiele in der Nacht

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Metaphern, nicht Begriffe erklären die Welt

Hans Blumenberg zum 100. Geburtstag
Gestaltung: Michael Reitz

Der Münsteraner Philosoph Hans Blumenberg (1920-1996) behauptete, dass es nicht die wissenschaftlichen Definitionen seien, die menschliches Denken und Verhalten bestimmten, sondern unwissenschaftliche Metaphern und Bilder.
Mit dem wissenschaftlichen Denken entstehen laut Blumenberg gleichzeitig vorwissenschaftliche Grundmetaphern.

Die wissenschaftliche Weltauffassung ist in Wirklichkeit das, was sie am wenigsten sein will: ungenau.
Bleibt die Frage, inwieweit Hans Blumenbergs Ansatz heute zur Beschreibung einer immer verflochtener werdenden Welt dienen könnte. Denn folgt man seinem Denken, so entstehen Metaphern immer in Zeiten des Umbruchs. Blumenberg lässt sich in der Epoche der Ideologien keiner der gängigen Philosophieströmungen des 20. Jahrhunderts zuordnen. Stattdessen formulierte er eine umfangreiche Kritik der Moderne.
Michael Reitz geht der Bedeutung der kritischen Metaphorologie Hans Blumenbergs für unsere Zeit nach.

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