Ein Rednerpult mit Leuten im Vordergrund

AFP/PATRICK KOVARIK

Das Ende der liberalen Debatte?

Über die Grenzen des Sagbaren im öffentlichen Raum
Gäste: Dr. Marty Huber, LGBTQI-Aktivistin, Autorin, Rechtsberaterin; Hans Rauscher, Kolumnist und Buchautor, Der Standard
Moderation: Philipp Blom
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79, E-Mails an punkteins(at)orf.at

In einem offenen Brief mit dem Titel "Gerechtigkeit und offene Debatte" forderten kürzlich mehr als 150 prominente Unterzeichner/innen - darunter Salman Rushdie und Margaret Atwood, Daniel Kehlmann, Noam Chomsky und J. K. Rowling - Redefreiheit für kontroverse Meinungen ein.

Liberale Intellektuelle wie sie zeigen sich besorgt, dass öffentliche Debatten immer mehr von einer restriktiven Meinungskontrolle betroffen seien, besonders wenn es um Fragen wie ethnische oder Gender-Identitäten geht: Vortragende werden ausgeladen, Redakteurinnen werden entlassen, weil sie kontroverse Artikel veröffentlichen, Wissenschaftlerinnen gemobbt, weil sie die "falschen" Fragen stellen, liberale Autoren im Internet für nicht konforme Positionen mit Hasspostings verfolgt.

Die Unterstützerinnen und Unterstützer dieser neuen "cancel culture" zeigen sich unbeeindruckt von diesem Aufschrei. In ihren Augen sind viele liberale Institutionen wie Universitäten, etablierte Medien oder Festivals zunächst Bollwerke eines historischen Privilegs - Machtpositionen, die gebrochen werden müssen, um den Unterdrückten eine Stimme zu verleihen.

Ist dies das Ende der liberalen Debatte oder ein dringend notwendiges Korrektiv, das die Anliegen von Unterprivilegierten endlich hörbar macht?

Philipp Blom spricht mit Marty Huber, Aktivistin und Rechtsberaterin bei der Organisation Queer Base, und dem Standard-Kolumnisten Hans Rauscher über Debattenkultur, liberale Meinungsfreiheit und Interpretationshoheit im Zeitalter des Internets - und fragt Sie: Was denken Sie über liberale Meinungsfreiheit? Welche Positionen sollten in einer liberalen Debatte tabu sein und wie sollte man mit dem alten Argument "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" umgehen?

Sendereihe

Playlist

Komponist/Komponistin: Anonym
Album: ALTRE FOLLIE 1500-1750 - DIE FOLIA VON DER RENAISSANCE BIS ZUM BAROCK
Titel: Folias criollas (Improvisation)
Ausführende: Hesperion XXI
Leitung: Jordi Savall
Ausführender/Ausführende: Jordi Savall /Diskantgambe
Ausführender/Ausführende: Rolf Lislevand /Gitarre
Ausführender/Ausführende: Arianna Savall /Tripelharfe
Ausführender/Ausführende: Xavier Puertas /Violone
Ausführender/Ausführende: Carlos Barcia Bernalt /Cembalo, Orgel
Ausführender/Ausführende: David Mayoral /Schlagwerk
Ausführender/Ausführende: Marc Clos /Schlagwerk
Länge: 03:17 min
Label: Alia Vox AV 9844

Komponist/Komponistin: Arcangelo Corelli
Album: ALTRE FOLLIE 1500-1750 - DIE FOLIA VON DER RENAISSANCE BIS ZUM BAROCK
Titel: Follia
Ausführende: Hesperion XXI
Leitung: Jordi Savall
Ausführender/Ausführende: Manfredo Kraemer /Violine
Ausführender/Ausführende: Balazs Mate /Violoncello
Ausführender/Ausführende: Xavier Diaz Latorre /Gitarre
Ausführender/Ausführende: Carlos Garcia Bernalt /Cembalo
Länge: 02:34 min
Label: Alia Vox AV 9844

Komponist/Komponistin: Santiago de Murcia
Album: ALTRE FOLLIE 1500-1750 - DIE FOLIA VON DER RENAISSANCE BIS ZUM BAROCK
Titel: Folias Gallegas
Ausführende: Hesperion XXI
Leitung: Jordi Savall
Ausführender/Ausführende: Rolf Lislevand /Gitarre
Länge: 01:07 min
Label: Alia Vox AV 9844

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