Lachsarbeiterin

AFP/FRED TANNEAU

Schuften am Limit

Prekäre Arbeitsverhältnisse in Österreich
Gestaltung: Daphne Hruby

14 Stunden am Tag gebückt in praller Sonne Gemüse ernten. In Kühlräumen bei maximal zwölf Grad pausenlos Fleisch zerlegen. Am Fließband tausende Pakete sortieren. Zu elft auf engstem Raum in dreckigen Stockbetten schlafen. Ständig von einem Job zum nächsten hetzen, ohne zu wissen, was morgen kommt. Die Angst vor Corona-Clustern in Fleischfabriken, Erntehelferquartieren oder Verteilerzentren hat die Lebens- und Arbeitsbedingungen prekär Beschäftigter ins öffentliche Bewusstsein gerufen - ausgebeutet und unter Druck gesetzt wurden Betroffene freilich schon davor. Globalisierung, internationaler Preiskampf, Digitalisierung, Unternehmensfusionen - die Situation hat sich in den vergangenen Jahren sukzessive verschärft. Und in Zeiten großer Unsicherheit und steigender Arbeitslosigkeit sind Menschen eher bereit, problematische Arbeitsbedingungen zu akzeptieren.

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