Ältere Dame hält Geldscheine in Händen

APA/HARALD SCHNEIDER

Viel Arbeit, wenig Pension

Warum Frauen öfter von Altersarmut betroffen sind
Gast: Dr. Ingrid Mairhuber, Politikwissenschaftlerin, Forschungs- und Beratungsstelle Arbeit (FORBA)
Moderation: Marlene Nowotny
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79, E-Mails an punkteins(at)orf.at

Frauen leisten in Österreich mehr Arbeit als Männer, trotzdem verdienen sie weniger und folglich gibt es auch bei den Pensionen eine große Lücke zwischen den Geschlechtern - oder vielmehr eine Kluft, wie Untersuchungen seit Jahren zeigen. Die Alterseinkommen von Frauen über 65 Jahren sind im Schnitt um 39 Prozent niedriger als jene von Männern. Damit hat Österreich die viertgrößte Pensionslücke innerhalb der Europäischen Union. Schlechter schneiden nur die Niederlande, Malta und das Schlusslicht Luxemburg ab.

Grund dafür ist das Einkommen während des Erwerbslebens: Männer kommen im Schnitt auf 36 Erwerbsjahre, die 24 Erwerbsjahren bei Frauen gegenüberstehen. Auch der Gender-Pay-Gap, die Entlohnungslücke, ist in Österreich groß. Zudem sind Frauen öfter in Niedriglohnsektoren beschäftigt und sie arbeiten viel öfter in Teilzeit als Männer. Dafür übernehmen sie den größeren Teil der unbezahlten Arbeit: Hausarbeit, Erziehungsarbeit, Pflegearbeit.

Frauenministerin Susanne Raab von der ÖVP bekräftigte erst vor Kurzem ihr Vorhaben, das geplante automatische Pensionssplitting rasch umzusetzen, also dass Mütter in Zeiten der Kinderbetreuung einen Anteil der Pension der erwerbstätigen Väter erhalten. Ist es sinnvoll, diese Maßnahme verpflichtend einzuführen? Ist Frauen bewusst, dass Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit zu empfindlichen Abschlägen bei der Pension führen können?

Marlene Nowotny spricht darüber mit der Politikwissenschaftlerin Ingrid Mairhuber von der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt, FORBA, die zu Gleichbehandlungspolitik und Alterssicherung forscht - und mit Ihnen: Wie sind Sie für das Alter abgesichert? Wie sollte ein gerechtes Pensionssystem aussehen?

Sprechen Sie mit unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins@orf.at.

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