Marienstatue

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Elisabeth Birnbaum über biblische Frauen

"Frauenpower in der Bibel" von Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Katholischen Bibelwerks

Frauen in der Bibel stehen oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen, zumindest im Bewusstsein der späteren Auslegungsgeschichte. Dabei sind sie alles andere als Mauerblümchen, findet die Direktorin des Katholischen Bibelwerks, die Theologin Elisabeth Birnbaum.

Schon Maria, die wohl berühmteste Frau der Bibel, derer in dieser Woche im Rahmen des Festes "Mariä Himmelfahrt" gedacht wird, ist weit mehr als "nur" Mutter. Die Verkündigung der Geburt von Jesus von Nazareth wird dargestellt wie eine Prophetenberufung.

Maria von Magdala wiederum hat nichts mit der Sünderin zu tun, die Jesu Füße salbt, auch wenn das in der Auslegungsgeschichte gerne so gesehen wurde. An den alttestamentlichen Frauen wie Rut, Ester oder Judit zeigt die Bibel, welche Möglichkeiten den scheinbar Machtlosen offenstehen, wenn sie solidarisch, diplomatisch und gottesfürchtig handeln. Sie tragen als Prophetinnen, Heldinnen, Retterinnen und Apostelinnen dazu bei, dass die Geschichte Gottes mit seinem Volk nicht endet.

Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, hat zum Buch Judit promoviert und dort auch ihre Begeisterung für biblische Frauen entdeckt. Dass in einem Buch wie der Bibel, das in Zeiten des Patriarchats entstanden ist, so viele starke Frauen eine bedeutsame Rolle spielen, ist ein Phänomen, das nicht einmal eine manchmal frauenfeindliche Auslegungsgeschichte ganz verdecken konnte.

Service

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Sendereihe

Gestaltung

Playlist

Komponist/Komponistin: Cipriano de Rore
Album: CIPRIANO DE RORE: MISSA "VIVAT..." & MOTETTEN
Titel: Ave regina caelorum - Motette zu 7 Stimmen
coelorum
Leitung: Manfred Cordes
Ausführende: Weser-Renaissance Bremen
Länge: 02:00 min
Label: cpo 7779892

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