Stör im Wasser

DPA/PATRICK PLEUL

Die Dinosaurier der Donau

Der Gewässerökologe Thomas Friedrich spricht über Störe.
Teil 3: Rüsselartiges Maul und haiartiger Schwanz
Gestaltung: Maria Harmer

Seit mehr als 200 Millionen Jahren gibt es bereits Störe, die einzelnen Individuen können nicht nur sehr groß, sondern auch sehr alt werden.

Störe gelten als die "Dinosaurier der Donau", doch gerade am Beispiel dieser Fischfamilie sind die drastischen Auswirkungen menschlicher Eingriffe in Flussökosysteme deutlich zu sehen. Insbesondere durch Überfischung und durch Staudämme, die die Wanderrouten der flussaufwärts wandernden Störe unterbrechen, ist die Mehrzahl der Störarten der Donau bereits ausgestorben. Nur der kleinere Sterlet ist in der Oberen Donau noch vereinzelt zu finden, doch auch diese Bestände sind stark bedroht.

Das "Life Sterlet Projekt" hat zum Ziel, den Wildbestand des Sterlets zu stärken und wieder gesunde, selbsterhaltende Populationen in verschiedenen Donauabschnitten zu etablieren, erzählt der Leiter des Projekts Thomas Friedrich vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien. Rund 75.000 Jungfische aus der donaugespeisten Aufzuchtanlage auf der Wiener Donauinsel konnten bereits ausgewildert werden.

Service

GESPRÄCHSPARTNER:
DI Dr. Thomas Friedrich
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement
LINKS:
LIFE Sterlet
Pan-European Action Plan for Sturgeons

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