Kinder erhalten einen nahrhaften Brei aus Öl, Zucker, Erdnüssen und/oder Soja

APA/HELMUT FOHRINGER

Hunger in der Demokratischen Republik Kongo

Im Rahmen der Praxis-Sommerserie "Das Beste zum Wiederhören": eine Reportage von Alexandra Mantler, die vergangenen Sommer eine Delegation der Österreichischen Caritas in die Demokratische Republik Kongo begleitet hat

Die Demokratische Republik Kongo ist fruchtbar und reich an Bodenschätzen. Wer ein Handy, einen Laptop oder eine Digitalkamera besitzt, hat darin ziemlich sicher Coltan aus dem Kongo. Doch die Zivilbevölkerung hat nichts von diesem Reichtum. Ganz im Gegenteil. Doch warum Hunger und Armut in einem Land, das eigentlich über viele natürliche Ressourcen verfügen würde? Weil das Geld "in die Taschen ausländischer Konzerne, einer kleinen Elite im Land und diverser bewaffneter Milizen" wandert, erklärt Caritas-Projektreferentin Andrea Fellner. Weder in der Staatskasse noch bei der einfachen Bevölkerung komme viel davon an.

Für die Menschen hier bedeuten die Bodenschätze eher einen Fluch, stacheln Begehrlichkeiten an und führen zu blutigen Kämpfen, Vergewaltigungen und Vertreibungen. Sicherheit, Nothilfe und auch langfristige Entwicklungshilfe, das bräuchte die Demokratische Republik Kongo, meint der Koordinator der UN-Nothilfe Joseph Inganji: "Wir müssen die Krise im Kongo wieder mehr ins Bewusstsein rücken. Um Leben zu retten. Und zwar schnell. Sonst können wir nur noch die Leichen zählen." Im Rahmen der Praxis-Sommerserie "Das Beste zum Wiederhören": eine Reportage von Alexandra Mantler, die vergangenen Sommer eine Delegation der Österreichischen Caritas in die Demokratische Republik Kongo begleitet hat.

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