Ein "help-Studiogespräch"

Privat oder Staat: Wie Konsumentenschutz finanziert werden soll

Die Coronavirus-Krise hat sich auch auf Verbraucherschutzeinrichtungen ausgewirkt. Die Telefone stehen nicht mehr still, vor allem Fragen rund um abgesagte Reisen und Veranstaltungen beschäftigen viele Konsumentinnen und Konsumenten - und die Verbraucherschutzorganisationen stoßen an ihre Grenzen. Wieder einmal stellt sich die Frage, ob der Verbraucherschutz in Österreich ausreichend finanziert ist und wie er das in Zukunft sein soll: Öffentlich, oder privat. Darüber diskutieren Beate Blaschek vom Sozialministerium und Peter Kolba vom privaten Verbraucherschutzverein mit Paul Urban Blaha im help-Studiogespräch.

Viele Jahre war der Jurist Peter Kolba als juristischer Leiter quasi das Gesicht des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Kontroversen rund um den VW-Dieselskandal führten zu seinem Abgang. Mittlerweile betreibt Kolba den privat finanzierten Verbraucherschutzverein (VSV). Er kritisiert, dass der teils aus Steuergeldern finanzierte VKI nur unter kontinuierlicher staatlicher Einflussnahme und auf Zuruf der Arbeiterkammer (AK) tätig werden könne. Die stellvertretende Sektionsleiterin der Abteilung Konsumentenschutz im Sozialministerium Beate Blaschek hält dem entgegen, dass privater Verbraucherrechtsschutz auf Prozessfinanzierer angewiesen sei, die lediglich an großen Fällen Interesse hätten, die entsprechende Rendite brächten. Unspektakuläre Angelegenheiten, die die Konsumentinnen und Konsumenten jedoch alltäglich belasten, würden unter den Tisch fallen, wenn gemeinnützig finanzierter Konsumentenschutz ausgehebelt würde, so Blaschek.


Moderation: Matthias Däuble

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