Will Quadflieg als Jedermann

ÖNB

"Jedermann" mit Will Quadflieg, 1958

"Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes". Von Hugo von Hofmannsthal, in der Besetzung der Salzburger Festspiele von 1958. Mit Helmut Janatsch, Karl Blühm, Ernst Deutsch, Ernst Ginsberg, Will Quadflieg, Adrienne Gessner, Erich Auer, Günther Haenel, Wolfgang Hebenstreith, Roswitha Posselt, Martha Wallner, Fritz Imhoff, Kurt Sowinetz, Hanns Ernst Jäger, Hilde Mikulicz, Maria Becker u.a. Salzburger Rundfunk- und Mozarteum-Kammerchor (Leitung: Ernst Hinreiner). Mozarteum-Orchester (Leitung: Carl Hudez). Orgel: Franz Sauer. Musikalische Gestaltung: Einar Nilson und Joseph Messner. Spielleitung: Ernst Lothar (Deutsche Grammophon, 1958)

Die Jedermann-Aufführungen der Salzburger Festspiele reflektieren auch die deutschsprachige Theater- und Filmszene. Als "Jedermann" auf dem Salzburger Domplatz auftreten zu dürfen, gilt auch heute noch als Auszeichnung.

Von 1920 bis 1937 in den Inszenierungen von Max Reinhardt spielten Alexander Moissi (bis 1931), Paul Hartmann und Attila Hörbiger die Titelrolle, 1946 eröffnete Ewald Balser als "Jedermann" die Nachkriegsinszenierungen, die weiterhin in der Tradition Max Reinhardts standen, von 1947 bis 1951 war Attila Hörbiger "Jedermann", von 1952 bis 1959 Will Quadflieg, von 1960 bis 1968 Walter Reyer. Ernst Schröder war der "Jedermann" in den Inszenierungen von Leopold Lindtberg (1969-1972), in der Ära Haeusserman waren es Curd Jürgens (bis 1977), Maximilian Schell (bis 1982) und Klaus Maria Brandauer (bis 1989), unter Gernot Friedel Helmuth Lohner (bis 1994), Gert Voss (bis 1998) und Ulrich Tukur (bis 2001), unter Christian Stückl Peter Simonischek (bis 2009) und Nicholas Ofczarek (bis 2012), unter Brian Mertes und Julian Crouch war es Cornelius Obonya (bis 2016) und bei Michael Sturminger (seit 2017) ist es Tobias Moretti (2018 für fünf Vorstellungen als Krankheitsvertretung Philipp Hochmair).

Mehr als 700 "Jedermann"-Vorstellungen fanden in den vergangenen 100 Jahren am Salzburger Domplatz statt. Die aktuelle Inszenierung von Michael Sturminger zielt, so der Regisseur, auf eine zeitgenössische Lesart ab. Um einen Eindruck von Geschichte und Stück zu vermitteln bringt Ö1 zu "100 Jahre Salzburger Festspiele" als Teil einer "le weekend"-Spezialausgabe die Radiofassung einer Produktion aus dem Sommer 1958 - in der Tradition Max Reinhardts und in einer Inszenierung von Ernst Lothar.

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