Belarus ++ Wiener Festwochen

1. Viktor Martinowitsch im Gespräch
2. WFW: Anne Teresa De Keersmaeker

Beiträge

  • Anne Teresa De Keersmaeker bei den Wiener Festwochen

    Heute Abend beginnen im Museumsquartier in Wien die Wiener Festwochen 2020. Ganz anders als geplant, denn eigentlich hätte das Festival schon im Mai starten sollen. Aufgrund von Corona musste aber abgesagt, beziehungsweise verschoben werden. Ab heute gibt es also nun eine veränderte, „reframed“ Version der Festwochen: kürzer und mit weniger Stücken. Den Auftakt bestreitet heute Abend die belgische Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker mit einem Solo zu Johann Sebastian Bachs Goldbergvariationen. Es handelt sich dabei um eine Weltpremiere. Die Belgierin kann auf eine 40-jährige internationale Tanzkarriere zurückblicken. Zuletzt zeichnete sie bei einer Neuinterpretation des Musicals „West Side Story“ am New Yorker Broadway für die Choreografie verantwortlich. Als Solotänzerin war De Keersmaeker nun schon längere Zeit nicht mehr zu erleben, bei den Festwochen hat man ab heute Abend die Gelegenheit dazu.

  • Viktor Martinowitsch über die aktuellen Massenproteste in Weißrussland

    Seit der umstrittenen Präsidentenwahl vor gut zwei Wochen kommt es in Weißrussland jeden Tag landesweit zu Massenprotesten. „Belarus erlebt eine Revolution gegen die Angst. Strafverfolgung und Gefängnis sind zum wichtigsten Instrument staatlicher Politik geworden“, hat Viktor Martinowitsch vor ein paar Tagen in der „Zeit“ geschrieben. Viktor Martinowitsch ist einer der bekanntesten weißrussischen Autoren. Von einem Leben in einem System der Angst erzählt er auch in seinen Romanen, „Paranoia“ – in Belarus verboten – wurde ebenso ins Deutsche übersetzt wie zuletzt „Mova“. Seit 2005 unterrichtet Martinowitsch an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius, die 2004 aus Weißrussland ins politische Exil nach Litauen umzog. Sein neuer Roman „Revolution“ wird im Herbst in deutscher Übersetzung im Verlag Voland und Quist erscheinen.

  • Filmemacher Frederick Baker ist gestorben

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