Hieroglyphen

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Von der Hieroglyphe zur Computerschrift

Eine Geschichte des Alphabets. Mit Matthias Heine, Linguist und Publizist.
Gestaltung: Isabelle Engels

Im Jahr 1995 machten Archäologen einen sensationellen Fund: auf einer 3.500 Jahre alten Kalksteinscherbe stand eine Art ABC-Fibel geschrieben. Es handelt sich dabei um das bisher älteste Beispiel für ein Alphabet in der uns heute noch bekannten Reihenfolge. Die Fundstelle war ein ägyptisches Grab bei Theben, die Sprache der Inschrift jedoch semitisch. Vor etwa 4.000 Jahren hatten semitische Arbeiter auf dem Sinai ägyptische Hieroglyphen zu Lautwerten verkürzt. Mit nur 22 Zeichen konnten sie nun alle Wörter ihrer Sprache schreiben. Erst diese Ökonomisierung ermöglichte die weltweite Verbreitung der Schrift in den unterschiedlichsten Kulturen.

Auf ihrer Reise wandelten sich die Buchstaben freilich je nach Bestand an Lauten in einer Sprache. Über das griechische Alphabet prägten sie die modernen europäischen Schriftsprachen. Aber auch südostasiatische Schriftsysteme wie zum Beispiel das Thailändische gehen auf das semitische Uralphabet zurück.

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