Robert Walser, 1890

GEMEINFREI

Der Schweizer Poet Robert Walser

"Als wenn es noch einen Weg gäbe".
Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins.
Feature von Stefan Weber

Der Schweizer Poet Robert Walser (1878-1956) geht den Nebenweg, fernab der schnellen Welt, eingebunden ins stille ich. Man sah es den Wegen im Abendlicht an, dass es Heimwege waren. Das Zuhause ist dort, wo er nicht ist: in seiner Sehnsucht. Die Wohnadressen wechselt er wie Unterhosen. Er unternimmt Gewaltmärsche. Von der Liebe kann er nur träumen, von seinen 'Prosastückli' in den Zeitungen gerade so leben. Drei Romane nur veröffentlicht er.

Vom literarischen Hochadel verehrt, (Franz Kafka, Elias Canetti, Kurt Tucholsky und vielen anderen), bleibt er im Volk, eben dort wo er atmen könnte, ungelesen. Also verstummt er. Die letzten fast dreißig Jahre seines Lebens verbringt er in den Heil- und Pflegeanstalten von Bern und Herisau. Bei seinem Tod ist er schon so vergessen, dass er später wieder neu entdeckt werden muss.

Service

Literaturliste Robert Walser:

"Geschwister Tanner" Verlag Bruno Cassirer Berlin
"Jakob von Gunten" Verlag Bruno Cassirer Berlin
"Der Gehülfe" Verlag Bruno Cassirer Berlin
"Aufsätze von Robert Waser" Kurt Wolff Verlag Leipzig
"Kleine Dichtungen" Kurt Wolff Verlag Leipzig
"Seeland" Bibliothek Suhrkamp

Carl Seelig: Wanderungen mit Robert Walser Bibliothek Suhrkamp
Jürg Amann: Robert Walser, eine literarische Biografie, Arche Verlag
Verirren oder das plötzliche Schweigen des Robert Walser, Arche Verlag

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