Offene Versammlungen

Porträts am Bau

Vor dem Wien Museum auf dem Karlsplatz befindet sich für die nächsten Monate ein großer Bauzaun. Dahinter: lärmende Bagger. Die Vorderseite des Zauns nutzt das Wien Museum nun für eine Ausstellung. Unter dem Titel "Face it" präsentiert Peter Stuiber vom Wien Museum Porträts und Interviews mit maskierten Wienerinnen. Entstanden sind die Arbeiten im Frühjahr 2020, also zum Teil unter strengen Corona-Auflagen. Peter Stuiber und die Fotografin Elodie Grethen telefonierten mit Schulen, Krankenhäusern, den Wiener Linien und anderen Institutionen, um Menschen, unter anderem aus sogenannten systemrelevanten Berufen, vor die Linse und vors Mikrofon zu bekommen. 18 Personen haben sich schließlich fotografieren lassen. Und sie erzählen von ihrem Umgang und ihren Meinungen zu Covid 19. Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Einblicke im Buch

Es sei gar nicht so wichtig, wer in Österreich Bundeskanzler oder Minister sei, notierte der Schriftsteller Franz Werfel - in Wirklichkeit würde der Staat von "vierzig bis fünfzig Beamten regiert". Ganz so falsch ist das nicht, findet der Jurist Manfred Matzka, jahrzehntelang als Spitzenbeamter im Staatsdienst tätig, davon als 22 Jahre lang als Sektionschef. Matzka hat sieben Bundeskanzlern und acht Ministern gedient. Kaum einer kennt die österreichische Verwaltung so gut wie er. Seine Kenntnisse hat der studierte Verfassungsjurist nun in einem Buch versammelt. Es heißt "Hofräte, Einflüsterer, Spin-Doktoren" (Brandstätter). Manfred Matzka porträtiert eine Reihe von Spitzenbeamten, die die österreichische Geschichte der letzten 300 Jahre maßgeblich mitgeprägt haben. Oft waren die Berater von Kaisern und Kanzlern tatsächlich so etwas wie geheime Drahtzieher aus der zweiten Reihe - im Guten wie im Bösen. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer

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