Reflexionen im Text

Poesie zur Pandemie

Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Helmut Neundlinger hat seine ganz persönliche Corona-Krise mit dem Schreiben von Gedichten bewältigt. "Virusalem. Gesang aus dem Bauch des Wals" (Verlag Müry Salzmann) heißt der Band mit Poesie aus dem Frühjahr 2020. Täglich ein Gedicht - diese Medikation kann helfen, meint Helmut Neundinger. Geholfen hat ihm auch die Lektüre über Jona, den Propheten aus der Bibel, der von einem Wal verschluckt wurde. "Ich?", "Du?", "Wir?" und "Die anderen?" - so heißen die Kapitel in Helmut Neundlingers Buch. Da geht es um die eigene Befindlichkeit, die Schwierigkeiten in der Isolation, genauso wie um Veränderungen im Umgang miteinander. Am 15.Oktober präsentiert Helmut Neundliner seinen Gedichtband "Virusalem" in der Alten Schmiede in Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Gedanken zur Angst

Gut 20 Jahre war Petra Ramsauer als Kriegsreporterin in Ländern wie Libyen, Syrien oder dem Irak unterwegs und dabei oft mit beängstigenden und lebensbedrohenden Situationen konfrontiert. Heute gilt die Politikwissenschaftlerin und Journalistin als Spezialistin, wenn es um den Umgang mit "Angst" geht. Es ist also nicht verwunderlich, dass in der von Kremayr & Scheriau herausgebrachten Serie "übermorgen" nach Büchern über Heimat und Offenheit, Petra Ramsauer mit dem Thema "Angst" betraut worden ist. Der Zeitpunkt passt übrigens in zweierlei Hinsicht. Einerseits hängt Petra Ramsauer ihren Beruf als Kriegsreporterin an den Nagel und wird Trauma-Therapeutin. Damit wird sie also wieder viel mit Angst zu tun haben. Andererseits ist durch die Pandemie "Angst" für viele Menschen sehr präsent geworden. Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer

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