Kippas

APA/DPA/MICHAEL KAPPELER

Wie juden-feindlich ist die "Frohe Botschaft"?

"Ans Kreuz mit ihm!" Ein Stück christlicher Schuldgeschichte wird beleuchtet und Ansätze für eine Gegenstrategie werden gezeigt

Als "Gottes-Mörder" wurden sie beschimpft - obwohl es nach dem Bericht des Johannesevangeliums nicht "das jüdische Volk", sondern genau genommen "die Hohepriester und die Diener" sind, die zwei Mal rufen: "Kreuzige ihn!" Pontius Pilatus fügt sich dem "Druck der Straße" - angelastet wurde dieses Todesurteil aber nie dem "Imperium Romanum", sondern bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder "den Juden" - im Sinne der historischen Kollektivschuld.

Ihre Botschaft mag im Grunde tatsächlich eine "frohe" sein - die Evangelien wurden und werden aber auch als solide Grundlage für eine handfeste Juden-Feindlichkeit gelesen, die bis zum Antisemitismus des Nationalsozialismus und zur Shoah ihre Wirkung entfaltet hat.
Und der eine oder andere Blick in das sogenannte "Alte Testament" verrät außerdem: Einige Erzählungen in der "Hebräischen Bibel" lassen sich ebenfalls als Rechtfertigung für andere Formen rassistischer Diskriminierung instrumentalisieren.

Die "Black Lives Matter!"-Bewegung hat die vielfältigen Wurzeln rassistischer Diskriminierung wieder ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt. LOGOS beleuchtet aus diesem Anlass ein Stück christlicher Schuldgeschichte - und zeigt Ansätze für eine Gegenstrategie auf, denn die biblischen Texte können auch ganz anders interpretiert werden.

Sendereihe

Gestaltung

  • Markus Veinfurter