Andres Orozco-Estrada

WERNER KMETITSCH

"Musik aus kindlicher Perspektive betrachten"

Der Dirigent Andres Orozco-Estrada im Gespräch

Mit Korngold, Richard Strauß und einem Auftragswerk der Niederländerin Carlijn Metselaar präsentiert sich Andres Orozco-Estrada an diesem Wochenende als neuer Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Schon als Vierjähriger soll der energiegeladene Kolumbianer zu Hause die Möbel dirigiert haben, am Pult des Schulorchesters erhob er erstmals den Taktstock, und spätestens dann war die Karriere besiegelt. Andres Orozco-Estrada kam 1997, damals 19 Jahre alt, zum Studium nach Wien, auch seiner Liebe zur Wiener Klassik und Romantik wegen. Hier habe er das theoretische Fundament für seinen impulsiven und emotionalen Zugang zur Musik schaffen können, erzählt er. Beide Pole - die theoretische Auseinandersetzung und das impulsive Ans-Werk-Schreiten - zeichnen den international gefragten Dirigenten heute aus, der ab 2009 Chefdirigent des Niederösterreichischen Tonkünstler-Orchesters war und derzeit noch das hr-Sinfonieorchester sowie das Houston Symphony Orchestra leitet. In den kommenden Jahren will er sich aber nach und nach ganz auf seine neue Aufgabe als Chefdirigent der Wiener Symphoniker konzentrieren und neben der technischen Perfektion vor allem "die menschliche Seite der Musik" in den Vordergrund stellen, wie er sagt.

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