Flugzeug

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Über das Finden der richtigen Flughöhe im Leben

"Über allem und nichts" von Gunther Neumann. Es liest Chris Pichler.

Der gebürtige Linzer Gunther Neumann war über viele Jahre für NGOs, für die EU und für die UNO tätig und auch als Auslandskorrespondent auf mehreren Kontinenten engagiert. Zahlreiche Publikationen über Globalisierung oder Demokratisierung sind während dieser Zeit entstanden. Nun liegt sein Debutroman "Über allem und nichts" vor. Mit ihm gelang Gunther Neumann der Sprung auf die Shortlist zum Debütpreis 2020 des Österreichischen Buchpreises. Auch in dem Buch spielen die Erfahrungen des Autors über ein Leben in vielen Zonen der Welt eine wichtige Rolle.

Clara, Mitte 30, verfügt über alle Charakteristika einer erfolgreichen jungen Frau und ist eine unruhige Globetrotterin. Zielstrebig ist sie von der Flugbegleiterin zur Pilotin aufgestiegen - eine rasante Karriere in einem insgesamt schnellen Leben. Heute noch in Europa, morgen auf der anderen Seite der Erdkugel, Flugmeilen sonder Zahl, lose Bekanntschaften mit anderen Berufsnomaden. Mehrsprachigkeit ist Alltag. Hochgeschwindigkeit und smarte Unverbindlichkeit sind hipp.

Privat lebt Clara Beziehungen zu zwei grundverschiedenen Männern. Während sie atemlos zwischen Weltstädten und Trauminseln hin- und her fliegt, kristallisiert sich ein Umbruch als überlebensnotwendig heraus. Denn was bislang in Berufs- und Beziehungsdingen gültig war, lässt sich in der Zukunft für Clara nicht mehr fortschreiben. Ein Aufenthalt auf der tropischen Insel Sri Lanka wird zum ersten Versuch der Sammlung und Neuorientierung.

Gestaltung: Daniela Wagner, Judith Raab

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Gunther Neumann: Über allem und nichts. Residenz Verlag, Roman 2020

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