Grenzphänomene und Übergangsphasen

"Nothingness; Life, Nothingness" von NUM

Unter dem Motto "Liminal" lud das CTM Festival heuer zu einer Auseinandersetzung mit Grenzphänomenen und Übergangsphasen ein, in denen vertraute Ordnungen destabilisiert werden. "Musik spiegelt nicht nur die fragilen Zustände unserer verunsicherten Gegenwart", so die Veranstalter, "sondern öffnet zugleich kritische Experimentierräume für alternative Denkweisen und mögliche Zukünfte." Und auch dieses Jahr wieder vergaben das CTM Festival und die Redaktion Hörspiel / Klangkunst von Deutschlandfunk Kultur gemeinsam mit dem Goethe-Institut, dem ORF Festival musikprotokoll im steirischen herbst und dem Ö1 Kunstradio mit Unterstützung des britischen Musikmagazins The Wire Auftragsarbeiten, die sich dem Thema des CTM Festivals widmen und dabei die künstlerischen Möglichkeiten des Mediums Radio mit einer Live-Performance verknüpften sollten. Eines der beiden Siegerstücke ist "Nothingness; Life, Nothingness" von dem Duo NUM. Maryam Sirvan und Milad Bagheri stellten sich die Frage, was es bedeutet in der Gegenwart zu leben und suchten nach einem akustischen Ausdruck für den flüchtigen Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dabei orientierten sie sich an ihren persönlichen Erfahrungen: Aus dem Iran nach Georgien emigriert, versuchen sie in Tiflis, sich ein neues Leben und eine neue künstlerische Laufbahn aufzubauen.

Das zweite der beiden Siegerstücke - "Altered State Solution" von Dani Gal und Ghazi Barakat - war am 18. Oktober in einer gemeinsamen Sendung der Zeit-Ton extended und der Ö1 Kunstradio Redaktion zu hören.

Gestaltung: Susanna Niedermayr

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