Zweiteiliges Gesicht in Gold

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Schöner Schein

Warum die Hochglanzwelt von Social Media krank machen kann

Traumhafte Bilder vom Sonnenuntergang auf Bali, vom Ausblick auf die Alpen und dazu Sprüche wie: "Don't worry be happy", "Sei eine bessere Version deiner Selbst" oder "Kontrolliere deine Gefühle, kontrolliere dein Herz". Dazu der Hashtag #goodvibesonly zu Deutsch "nur positive Stimmungen". Postings wie diese finden sich Millionenweise auf Social Media. Allein auf Instagram sind 12 Millionen Beiträge mit diesem Hashtag markiert.

Er soll anregen und motivieren. Doch kann zu viel Positivität auch schaden? Ja, finden die Verbreiter und Verbreiterinnen des Begriffs Toxic Positivity. Ihrer Meinung nach werden unter diesem Zwang zum Schönen. Glänzenden und Perfekten alle Emotionen, die nicht positiv sind, unterdrückt. Langfristig würde das Menschen psychisch, körperlich und gesellschaftlich schaden. Johanna Hirzberger mit den Schattenseiten der toxischen Positivität.

Corona als Weggabelung
Ayad Al-Ani über Utopien und Covid-Lehren


Von E-Learning bis zu Tracing-Apps: Weltweit gab und gibt es viele unterschiedliche Versuche, mit digitalen Hilfsmitteln die Pandemie sowie den Alltag in den Griff zu bekommen. Wie und inwieweit Datenanalysen und der Einsatz von künstlicher Intelligenz als Selbstverständlichkeit in unsere Kultur eingezogen sind und wie sich eine Post Corona-Welt kulturell gestalten könnte, erforscht Ayad Al-Ani vom "Einsteinzentrum digitale Zukunft" in Berlin. Er wirft dabei einen Blick auf digitale Werkzeuge wie etwa Corona-Apps oder sieht sich an, was man von China lernen kann, das schon vor Covid als "digitaler Stürmer" galt. Sarah Kriesche hat mit Ayad Al-Ani gesprochen.


Redaktion: Franz Zeller
Moderation: Wolfgang Ritschl

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