Michael Maertens

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

"Im Theater kann ich mich verstecken"

Der Schauspieler Michael Maertens im Gespräch

Michael Maertens ist seit mehr als zehn Jahren fixes Ensemblemitglied des Burgtheaters, derzeit unter der Direktion von Martin Kusej. Eine ältere Regiegeneration wie Claus Peymann, Luc Bondy, Dieter Dorn oder Peter Stein hat Maertens stark geprägt, "die waren alles rebellische Theaterleute aus den Sechzigerjahren, "Vätermörder", die heute als spießbürgerlich gelten, aber sehr dem Text und Autor zugewendet waren". Der Hamburger stammt aus eine großen Schauspielerfamilie. Sein Großvater Willy war Intendant am Hamburger Thalia Theater, sein Vater Peter Maertens dort Schauspieler.

Michael Maertens hat in allen renommierten deutschsprachigen Häusern gearbeitet, darunter auch an den Münchner Kammerspielen oder am Berliner Ensemble. Weniger oft tritt Maertens für das Fernsehen und Kino vor die Kamera, "Ich mag mein teigiges Gesicht nicht. Das kommt mir auch in der Maskenzeit sehr entgegen." Im Frühjahr wird Maertens in David Schalkos TV-Serie "Ich und die anderen" zu sehen sein.

Im Oktober hatte Michael Maertens in Wien noch zwei Theaterpremieren absolviert. In "Der Leichenverbrenner" unter der Regie von Nikolaus Habjan und "Automatenbüfett", inszeniert von Barbara Frey, brilliert er in zwei Hauptrollen als verkorkster Kleinbürger. Maertens Terminkalender war bis Ende des Jahres ausgebucht, wenn ihn nicht der Lockdown und die Schließung der Theater, wie viele andere Kolleginnen und Kollegen, ereilt hätte. Wie es sich in dieser unsicheren Zeit anfühlt, "on hold" zu sein, wie er an Thomas Bernhard gescheitert ist, und warum ihm das Spiel auf der Bühne mit vertrauten Menschen wie seiner Ehefrau Mavie Hörbiger oder seinen Geschwistern nicht immer leicht fällt, darüber spricht Michael Maertens mit Petra Erdmann.

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