Triceratops

AFP/MIGUEL MEDINA

Wenn Monster zu Seelentröstern werden

"Triceratops" von Stephan Roiss.

In seinem ersten Roman "Triceratops" erzählt Stephan Roiss die eindringliche Geschichte eines Buben, der mit Eltern und Schwester aufwächst und vor einer schwierigen Familiensituation steht. Die sehr liebevolle Mutter ist psychisch krank und verbringt immer wieder Aufenthalte in einer geschlossenen Anstalt. Weder die Kinder noch der Vater kennen längere Perioden eines sorglosen Alltags.

Stephan Roiss findet für das Schicksal der Betroffenen eine Sprache, die nie ins Bodenlose zieht, sondern das familiäre Drama mit höchster Feinfühligkeit und in markanten Bildern erzählt.

Der Bub, der von sich als "Wir" spricht, ist von Monstern und Ungeheuern aller Art fasziniert. Mit Vorliebe malt und zeichnet sich das Kind Wesen wie den Saurier Triceratops an seine Seite, um der Einsamkeit zu entfliehen. Sie werden in der schwierigen Familiensituation zum Seelentröster und Begleiter.

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker in Oberösterreich und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. "Triceratops" ist sein erster Roman. Auszüge daraus wurden bereits mit dem Förderpreis Floriana 2016 und dem Förderpreis der Wuppertaler Literaturbiennale 2018 ausgezeichnet.
Das Buch "Triceratops" stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2020.

Gestaltung: Daniela Wagner
Redaktion: Nicole Dietrich

Service

Stephan Roiss. "Triceratops". Verlag Kremayr & Scheriau 2020

Sendereihe

Gestaltung

Übersicht