Illustration mehrerer Tomaten.

ORF/ISABELLE ORSINI-ROSENBERG

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Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

T wie Tomate, W wie Weinrebe, Z wie Zwiebel (1). Gestaltung: Renate Pliem, Kim Cupal, Ilse Huber

T wie Tomate
Sie ist ein Nachtschattengewächs und stammt ursprünglich aus den Andenregionen Südamerikas: die Tomate. In der Osthälfte Österreichs heißt die meist rote Frucht "Paradeiser". Früher wurde sie auch als "Paradiesapfel" oder Goldapfel bezeichnet.
Botanisch gesehen ist Solanum lycopersicum eine einjährige Pflanze und eng mit Erdäpfeln, Melanzani, Tabak und weiteren Nutzpflanzen der Solanaceaen verwandt. Die Frucht der Tomate ist eine Beere, die Befruchtung erfolgt durch Wind und Insekten.

Die Tomate kam vermutlich nach der Entdeckung Amerikas nach Europa. Zuerst pflanzte man sie nur zur Zierde, da man sie für giftig hielt. Im 16. Jahrhundert begann man in Italien mit der Kultivierung des Gewächses. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Tomate zur Weltwirtschaftspflanze. Da dieses Gemüse frostempfindlich ist, findet die kommerzielle Produktion hauptsächlich in Glashäusern statt. Die Früchte werden roh gegessen oder zu Tomatenmark, -saft und -ketchup verarbeitet. Wichtigste Anbauländer sind heute China, Indien, USA, Türkei und Ägypten, in Europa sind es Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und die Niederlande.
In den vergangenen Jahren wird auch vermehrt das Augenmerk auf alte Sorten gelegt: Ochsenherz, "Langer Erwin" & Co bereichern hierzulande den Biolandbau und den Hausgarten, vereinzelt auch die Supermärkte. Züchtungen bringen mittlerweile nicht nur rote, grüne, gelbe und dunkle Varianten hervor, sondern auch gestreifte Exemplare.
Gestaltung: Renate Pliem

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Erich & Priska Stekovics

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