Journal-Panorama

Brexit-Handelspakt: Showdown in Brüssel

Darüber diskutieren:
David McAllister, deutsch-britischer Europaabgeordneter (CDU) (angefragt)
Christian Kesberg, Wirtschaftsdelegierter der WKO in London
Melanie Sully, Politologin, Leiterin des Go-Governance-Instituts in Wien
Diskussionsleitung: Elisa Vass

Seit Februar 2020 ist Großbritannien kein Mitglied der EU mehr, doch der größte Brocken bei den Verhandlungen steht dennoch erst bevor. Denn in punkto Handelspolitik gilt eine Übergangsfrist, die nun Ende Dezember ausläuft. Wie kann ein fairer Wettbewerb sichergestellt sein, wenn sich die Briten künftig nicht mehr an europäische Standards gebunden fühlen? Wo dürfen europäische Fischer künftig fischen? Und wer entscheidet künftig bei Vertragsverletzungen?
Über diese essenziellen Fragen gibt es nach wie vor keine Einigung. Für die Wirtschaft wäre ein No-Deal-Brexit eine Katastrophe, für die britische noch mehr als für die europäische.
Um das letzte Kapitel im Brexit zu einem Ende zu bringen, soll der britische Premier Boris Johnson nach Brüssel reisen und die verfahrenen Verhandlungen durch persönliche Gespräche retten. Wie gut stehen die Chancen, dass im Endspurt nun doch noch eine Einigung gelingt? Und was bedeutet es, wenn der Handelsvertrag scheitert?


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