Computermäuse

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Eine Universalwissenschaft?

Denkweisen der Informatik
Gestaltung: Katrin Mackowski

Informatik wird zunehmend zur zentralen Disziplin, ja sogar zum Betriebssystem unserer Gesellschaft. Sie ist eng mit Sozialwissenschaften, Philosophie und Psychologie verwoben. Jedoch fördern Tracking und Werbenetzwerke längst eine Mediennutzung, bei der so genannte Clickbates mehr zählen als Inhalte und ihre Seriosität. Wie zuverlässig sind also die Datengrundlagen, auf denen sie aufsetzen? Das fragt Peter Purgathofer, Wissenschaftler am Institut für Visual Computing der TU Wien.

Die Folgen automatisierter Entscheidungen, die Programmierer und Systemdesigner in die Maschinen einschreiben, können jedenfalls katastrophal sein. Das zeigt sich nicht nur bei Unfällen autonom fahrender Autos, sondern auch in einem verengten Denken, das den Algorithmen Allmacht zuschreibt.
Das Programmieren von Computern, sozialen Netzwerken, Chatbots, Servicerobotern, Autos, "intelligenten Maschinen" oder auch den vielen Fitnessgadgets, die auf dem Markt sind, müssen darum mehr denn je kritisch reflektiert werden. Die Informatik darf kein Fach bleiben, das nur Nerds angeht, denn die Codes, die geschrieben werden, sind gesellschaftlich, politisch, aber auch wissenschaftstheoretisch relevant, erklärt der Forscher.

Die Software, die kreiert wird, bezieht sich schließlich immer auch auf den Menschen und bestimmt damit auch das Menschenbild. Sie beeinflusst das soziale Leben, interagiert mit Netzwerken, Unternehmen und politischen Akteuren.
Mittlerweile ist das auch an den technischen Fakultäten angekommen. Peter Purgathofer legt den Fokus darum gezielt auf einen interdisziplinären Blick in der Informatik und betont wie wichtig es ist, vernetzt zu denken und ethische Implikationen der IT Branche nicht nur ins Bewusstsein zu bringen, sondern auch transparent zu machen.
Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski

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