Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

Filmrisse, Erkenntnisse, Halbschlafwissen

Studierende am Max Reinhardt Seminar lesen fürs Radio, Teil 2: "Im Handgelenk ein Vogel". Von Frieda Paris. Es lesen: Nils Arztmann, Sebastian Egger und Pia Zimmermann. Gestaltung: Kerstin Schütze. Tongestaltung: David Lipp. Redaktion: Edith-Ulla Gasser.

Nach ihrem Hörspiel "Ruhepuls Rom" im Jahr 2018 und ersten lyrischen Arbeiten widmet sich die Finalistin des 28."Open Mike" Literaturwettbewerbs nun erstmals kurzen Erzählungen. Geboren in Ulm studierte Frieda Paris Theater-, Film- und Medienwissenschaft, sowie Sprachkunst in Wien an der Universität für angewandte Kunst. Ihre poetischen Beobachtungen gelten den Frauen und präsentieren sich als eine "Erzählungsrückseite". So jedenfalls lautet der Untertitel ihres Texts über Haft, einsames Beisammensein und das Ausharren in der Strafe der Zeit "Die Wärme von Stein, bis eine Wolke kommt".
Frieda Paris lässt uns darin teilhaben am Besuch einer jungen Frau im Gefängnis, an verbalen Berührungen durch Glasscheiben hindurch, an Isolation - dem Drinnen und Draußen. Gedankenverloren, spielerisch entfaltet die Autorin ein Zwiegespräch zwischen dem Ich und dem unerreichbaren Du. Zuweilen spricht sie mit sich selbst und anderen Dichtern und Dichterinnen, jongliert mit Zitaten und eigenen Assoziationen. Das Ende eines Satzes ist stets ein Türöffner für den nächsten ...
In einem weiteren Text, Titel: "Flimmernde Röhren", beobachten wir eine junge Frau im Foyer eines Hotels.

Service

Frieda Paris, "Die Wärme von Stein, bis eine Wolke kommt" und "Flimmernde Röhren", Manuskripte, 2020

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