Der Hauptraum der Ausstellung TURNTON 2047

APA/SUSI MASCHEK

Klimaperspektive - Entwurf einer fiktiven Hafenstadt im Jahr 2047

Beginn des Jahrzehnts der Ozeane
"Wandel war unsere einzige Chance"
Besuch einer Hafenstadt im Jahr 2047
Von Susanna Niedermayr

Eine Zukunftsvision: Der Alltag im Jahr 2047 wird von der verheerenden Umweltverschmutzung dominiert. Im Meer breiten sich die Todeszonen aus und allerorts wüten Wetterextreme. Dürre, Stürme, Überschwemmungen und der kontinuierliche Anstieg des Meeresspiegels setzen immer neue Migrationsbewegungen in Gang.

Und trotzdem gibt es in der fiktiven Hafenstadt "Turnton" Grund zur Hoffnung: Die Menschheit hat - spät aber doch - ihr Schicksal in die Hand genommen. Der Neoliberalismus ist Geschichte. Er wurde durch Gemeinwohlökonomie abgelöst und die Nutzung erneuerbarer Energien hat sich durchgesetzt. Reisepässe sind abgeschafft, kein Mensch ist mehr illegal, denn 2047 ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen, weil immer mehr Landstriche vertrocknen oder im Meer versinken.

Die Künstler/innen des Linzer Kollektivs "Time's Up" haben diese Hafenstadt der Zukunft gebaut. Mit dem Kunstprojekt "Turnton 2047" zeigen sie, wie trotz Klimakrise und Artensterben soziopolitische Erneuerung möglich sein könnte. Susanna Niedermayr besucht gemeinsam mit Wissenschafter/innen und Aktivist/innen die Hafenstadt und stellt Fragen: Welche Strategien können dabei helfen, um vor dem Hintergrund eines möglichen Klima-Zusammenbruchs den Optimismus nicht zu verlieren; um mit positivem Blick in die Zukunft zu gehen?

Ton: Anna Kuncio
Redaktion: Natasa Konopitzky

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