Junges Pärchen mit Kind auf Rad in Myanmar, 1945

AP/BRITISH OFFICIAL PHOTO

Betrifft: Geschichte

Alte Wunden, die nicht heilen

Die Geschichte von Myanmar
mit Georg Bauer, Historiker am Institut für Geschichte der Universität Wien
Gestaltung: Andreas Wolf

Das Kerngebiet von Myanmar liegt im Becken des Irrawaddy Flusses. Seit jeher wird das ehemalige Burma von zahlreichen Bevölkerungsgruppen besiedelt, die sich in wechselnden Allianzen oft feindlich gegenüberstanden. Die größte Ethnie des 53 Millionen Einwohner Staates sind mit 70 % Birmanen. Neben diesen existieren in Myanmar weitere 152 Volksgruppen.

Das erste birmanische Reich wurde im 11. Jahrhundert von König Anawratha gegründet. Ihm gelang es mehrere Stämme zu vereinigen, dennoch blieb die politische Lage instabil. Ende des 19. Jahrhunderts nutzte das Großbritannien aus und gliederte Burma, zunächst als Teil Indiens, in das britische Kolonialreich ein. Während des 2. Weltkrieges war das Land japanisch besetzt. 1948 erlangte Burma die Unabhängigkeit. Begleitet ist diese bis in die Gegenwart hinein von zahlreichen bewaffneten Konflikten. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Militär, dass einerseits für ein gewisses Maß an Frieden sorgt, andererseits aber über zahlreiche unantastbare Privilegien genießt.
Auf die Sonderrolle des Militärs muss auch die aktuelle Präsidentin und Friedensnobelpreisträgern Aung San Suu Kyi in ihrer Politik stets Rücksicht nehmen.

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