Charles Baudelaire

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Der Dichter des Dämonischen

Der Dichter des Dämonischen
Zum 200. Geburtstag von Charles Baudelaire
Von Nikolaus Halmer

"Ich habe Schmutz geknetet und habe ihn in Gold verwandelt"- so lautete das Credo des französischen Dichters Charles Baudelaire. Ihm war schon früh bewusst, dass er nicht so beschaffen war wie die übrigen Menschen. Von Kindheit an fühlte er sich am Rand des Abgrunds. Gefühle der Einsamkeit und der Melancholie quälten ihn. Baudelaire empfand die Alltagswelt als "eine Oase des Grauens", von der er sich in die künstlichen Paradiese der Haschisch- und Opiumträume flüchtete.

In seinem lyrischen Opus Magnum "Die Blumen des Bösen", das ihm ein Gerichtsverfahren eintrug, inszenierte Baudelaire eine Welt des Amoralischen, Bösen, Grotesken, Hässlichen und Bizarren, eine radikale Antithese zum bürgerlichen Kunstverständnis. Damit wollte Baudelaire der "bleiernen Langeweile des Alltags" entfliehen und wie ein trunkenes Schiff in die Weiten des Unendlichen aufbrechen.

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